Universitäten müssen in vielen Fächern mehr Studienanfänger zulassen als Studienplätze zur Verfügung stehen. Dies führt einerseits zu überfüllten Hörsälen, Massen-Seminaren und ewigem Warten auf einen Diplomarbeitsbetreuer. Andererseits werden Studierende oftmals mitten im Studium durch Knock-Out Prüfungen und andere versteckte Zugangsbeschränkungen ausselektiert und verlieren dadurch wertvolle Zeit. Der Wiener Jus-Dekan Paul Oberhammer erzählt von 3000 Studienanfängern, von denen im zweiten Abschnitt nur noch 700 überbleiben. Wir wollen Studierenden von Beginn an die Sicherheit geben, dass sie ihr Studium unter guten Rahmenbedingungen abschließen können.

  • Hochschulen sollen autonom Aufnahmeverfahren einführen dürfen.
  • Diese sollen gemeinsam mit den Studierenden auf der jeweiligen Hochschule erarbeitet werden.
  • Wir sprechen uns gegen eine einzelne große Prüfung wie etwa im Medizinstudium aus und lehnen auch einen Numerus Clausus nach deutschem Vorbild ab.
  • Stattdessen wollen wir eine Aufnahme basierend auf unterschiedlichen studienrelevanten Kriterien, wie etwa Motivationsschreiben, Vorstellungsgespräch oder Tests über Grundlagenwissen bzw. kognitive Fähigkeiten.
  • Das Aufnahmeverfahren soll jedes Jahr von Studierenden, die dieses Verfahren durchlaufen haben und einer Kommission evaluiert werden.