Das Einkommen der Eltern darf nie über den Studienerfolg der Kinder entscheiden. Wir fordern eine Ausweitung und Reform des österreichischen Stipendiensystems. Jene Studierenden, die die Hilfe wirklich brauchen und im Studium ordentliche Leistungen erbringen, sollen gezielt gefördert werden. Denn zurzeit profitieren viele, die eigentlich genug Geld hätten und zeitgleich schauen andere durch die Finger. Die angekündigte Erhöhung von 25 Millionen Euro ist erfreulich, aber bei weitem nicht genug. Wir wollen mit der Regierung verhandeln, um das System rundum zu erneuern.

  • Die Studienbeihilfe wurde zuvor seit 2008 nicht mehr erhöht.
  • Mit den jetzt versprochenen 25 Mio. Euro wird nicht einmal die Inflation (17,2%) ausgeglichen. Dafür wären bei einem Budget von 190,6 Mio. Euro 32,8 Mio. nötig gewesen.
  • Es wurde nicht berücksichtigt, dass sich die Anzahl der Studierenden von 201.817 (2007/08) um 22,2% auf 246.641 (2015/16) erhöht hat.
  • Die Quote der Studierenden, die Studienbeihilfe beziehen, ist dabei von 18,2% (2009) auf 12,4% (2015) gesunken.
  • Die Höhe und Treffsicherheit von Sozialstipendien muss erhöht werden, beispielsweise durch eine Anpassung der Höchststudienbeihilfe (€ 679 für Vollwaisen) und des Mindestsicherungssatzes (€ 837,76 für Alleinstehende in Wien)
  • Alle Hochschulen sollen ihre individuellen Leistungsstipendien weiter ausbauen. Insbesondere die verstärkte Akquirierung von Drittmitteln bietet sich zur Finanzierung an.